06.07.2016

Schnurlos.

Hier entlang bitte: Schnurlos.
Danke.

17.06.2016

Schirme.

Heute sind sie wieder alle in Höchstform und stoßen aneinander mit ihren Regenschirmen und ihren Bildschirmen und eine kleine Großstadt in Süddeutschland, die schon immer anders sein wollte, bringt endlich Leuchten an am Boden, weil die Leuchten geradeaus nicht mehr reichen, um Aufmerksamkeit undoder Nachdenken anzukurbeln. Dann eben Bodenlampen zur Förderung der allgemeinen Rücksichtslosigkeit und heute ist ohnehin alles wertlos und geht mit dem Dauerregen den Bach runter, weil die Nationalmannschaft und damit der verlängerte Arm des so ersehnten Zugehörigkeitsgefühls wieder nichts zustande gebracht hat auf dem Rasen. Rasend macht uns das in unserer Hoffnung nach Ablenkung von alldem Scheusal, dem sich keiner widmen mag. Wer will schon hören von Krieg und Flucht und Mord und Totschlag und Misshandlung und korrupter oder nur im Zeichen einer vermeintlichen Religion verfehlend handelnder Justiz. Alle schuldig und keiner verantwortlich beziehungsweise keiner Verantwortung bewusst. Rempeln wir uns ruhig an gegenseitig und reißen uns auseinander statt zusammen mit verzerrtem Mundwinkel und Ekel im Blick. Wir haben ja sonst nichts zu geben und beide Hände sind voll: mit Schirmen beladen. Den Schaum vorm Mund spült derweil der Regen davon und wenn nicht der, dann das nächste erfrischende Kaltgetränk.