19.01.2011

Verfolgungsnummer.

Und da ist nichts. Nur Ruhe. Ein Kratzen, wenn die Finger durch die Haare ziehen und auf der Schulter zum Liegen kommen. Kein Unterschied zwischen gehörten und gefühlten Geräuschen und Kulissen. Ich sehe mich um und sehe aber nichts. Verschwommene Zahlen und Sätze und das gar nicht weit entfernt eigentlich. Regentropfen prasseln an Scheiben und Türen aus Glas und hinterlassen Streifen, unterbrochen von Unregelmäßigkeiten; wie das Wetter so ist. Sätze fallen von Balkonen in die Luft hinaus. Wir pusten Worte von Händen in die Nacht und den Tag und schicken sie auf Wege und sie kommen vielleicht gar nicht an. Keine Verfolgungsnummer für Gedanken und keine Zollgebühren und keine Verlader und keine persönlichen Nachrichten im Verkehr da draußen. Nur Hupen und ein Hund, der bellt, und ein Mann, der schreit, und mehrere Männer, die stehen und trinken und singen, und ich sehe zu Boden und gehe vorbei und beobachte meine Schuhspitzen, als stecke ich nicht darin. Wir halten uns fest, an Schuhspitzen und Schritttempo und Tischkanten und Freizeitunternehmungen. Wir halten uns fest an Arbeit und Geld und an Kaffee und Milch und an Bildern und Regalen und Worten und an Erinnerungen. Nur nicht aneinander.

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