26.01.2011

stars.

so you look for a hero
someone to look after you
a priviliged role model
for a lost mind in search for rules
of actions and reactions.       
                                                                                  but the stars you're watching
are surreal and mislead
and don't know how to satisfy
the greed of knowing how
to act and react.

21.01.2011

staring at ghosts.


sure: you can believe in whatever you want
but you will never turn into a ghost just from belief
and you will always be responsible for what you have done.

Schnee essen Kehle auf.

Manchmal ist Schnee doch nur Asche und wir rennen raus und erfreuen uns an einem wiedergeborenen Winter und lachen und reißen die Münder auf und strecken die Zungen heraus und zeigen Zähne und essen nichts als Asche und ersticken daran. Asche verweht nicht mehr, wenn sie in einer Kehle steckt und sie stillt keinen Hunger und keinen Durst.
In einer Welt aus Asche lauert an jeder Ecke Gefahr und in jedem Winkel die Angst. Dunkel und grau sehen wir nichts mehr und tasten uns an Wänden und Sträuchern entlang und hören gar nichts; nur Atem und vielleicht nur den eigenen. Angst vor Überfällen und Monstern und Enttäuschungen und Angst vor Blamage und vor einem Stolperstein und einer Hürde und Angst vor der Ruhe und dem Herzschlag, der zu laut ist im eigenen Ohr. Doch was soll schon passieren ein einer Welt, in der alles seziert wird, das fremd ist. Mit etwas Mut wird der Gejagte zum Jäger. Nur ruhig atmen und die Hand vorhalten zum Schutz und über die andere Hand halten bei der Eingabe der Zahlenkombination am Bankautomaten und keinen Einblick gewähren in die Liquidität und in die Seele und in die Ängste und Schwächen. Aber: Angst essen Seele auf und Angst lähmen Glieder und die Lippen und das Gesicht und wir reißen gar nichts mehr auf und verharren nur still und aber vielleicht etwas zu spät. Die Asche frisst sich durch, weil wir einmal zu viel gelacht und gerufen und getanzt haben im vermeintlichen Schnee.

Streusel.

Alles was ich sehen will, sind Zuckerstreusel und wie sie hineinfallen in Gläser und Becher und Tassen von Löffeln. Wie sie hart sind und rau und weich werden in der Masse und zergehen in der Wärme und an der Zungenspitze. Wie sie sich verteilen überall auf Holz und dem Boden und Papier und der Hose wie Schneeflocken, nur weniger kristallförmig undoder ähnlich. Ich lecke meinen Zeigefinger ab und drücke auf dem Holz herum und knirschend bleibt Süße an meiner Haut hängen und knirschend zerdrücke ich sie zu Pulver und ignoriere die Stimmen um mich und die Sätze und die Debatten und Definitionen und Konflikte und zergehe in meinem Tee und der Milch bis gar nichts mehr knirscht.

19.01.2011

Verfolgungsnummer.

Und da ist nichts. Nur Ruhe. Ein Kratzen, wenn die Finger durch die Haare ziehen und auf der Schulter zum Liegen kommen. Kein Unterschied zwischen gehörten und gefühlten Geräuschen und Kulissen. Ich sehe mich um und sehe aber nichts. Verschwommene Zahlen und Sätze und das gar nicht weit entfernt eigentlich. Regentropfen prasseln an Scheiben und Türen aus Glas und hinterlassen Streifen, unterbrochen von Unregelmäßigkeiten; wie das Wetter so ist. Sätze fallen von Balkonen in die Luft hinaus. Wir pusten Worte von Händen in die Nacht und den Tag und schicken sie auf Wege und sie kommen vielleicht gar nicht an. Keine Verfolgungsnummer für Gedanken und keine Zollgebühren und keine Verlader und keine persönlichen Nachrichten im Verkehr da draußen. Nur Hupen und ein Hund, der bellt, und ein Mann, der schreit, und mehrere Männer, die stehen und trinken und singen, und ich sehe zu Boden und gehe vorbei und beobachte meine Schuhspitzen, als stecke ich nicht darin. Wir halten uns fest, an Schuhspitzen und Schritttempo und Tischkanten und Freizeitunternehmungen. Wir halten uns fest an Arbeit und Geld und an Kaffee und Milch und an Bildern und Regalen und Worten und an Erinnerungen. Nur nicht aneinander.