20.10.2010

regelmüßiggang.

kleine hände aus pflanzen krallen sich an den wänden und wandlampen fest und starren ins freie und harren dem wind der da kommt und sie vertreiben will aber ihre wurzeln stecken tief im gehölz oder gestein oder woraus die wände auch seien hinter denen wir sitzen oder vor denen wir sitzen und hinaussehen oder auf unsere teller sehen und nudeln in der mittagszeit mit der gabel in unsere löffel drehen.
wir wischen uns den mund ab nach der gelinderten gier und überlegen dann in unseren quasi gewächshaus und dichten fugen ab und sparen heizkosten und arrangieren all die steine neu die unsere wege pflastern an den meisten tagen wie diesen eben jetzt gerade wenn eine horde von halbbekannten sich tummelt auf schmalen straßenstreifen in der mühe sich nicht in die augen zu sehen.
bunte schals schlendern durch gänge und straßen und an bächen und flüssen entlang und haare zerzausen im wind und man weiß nicht wer angefangen hat mit der streiterei und es ist auch egal mit dem kinn vergraben im farbigen kuscheligen während an den verschlossenen fenstern die knospen wachsen und verwachsen und unaufhörlich erwachsen ohne das wir es merken weil wir zu regelmäßig daran vorbeigehen.

Kommentare:

  1. wollte dir mal folgenden link zeigen:
    http://www.youtube.com/watch?v=sE82zOlZxyA

    bei seinen texten muss ich immer an deine denken.

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