21.05.2010

sprühregen.

ich denke nach über punkte und striche und über kapital und das gegenteil und darüber, was man tut, wenn man es tun soll und muss und es erwartet wird. ich denke nach über reaktionen und aktionen und wie widersprüchlich alles wirkt und sich auswirkt und also wellen schlägt. trambahnstationen wie nach abrisskommandos. nur die trophäen unserer zeit stehen noch mehr oder weniger stolz zwischen den rotweißen bändern und dem feuchten teer und den möbelhausanzeigen. fast leere konzertsäle und lichteffekte und rauch und mischpulte mit menschen dahinter, die stören. gehen durch die reihen und prüfen und machen mundtot, weil sie sich nicht konzentrieren können. tshirtgrößen variieren und immer geld ausgeben überall. konsum gegen frust und schlechte laune und weil sich alles leer und regungslos anfühlt wollen wir uns was gutes tun und was fürs herz vielleicht. streifen im sprühregen durch straßen, halbwegs ansprechbar. mir werden menschen vorgstellt, die ich schon kenne und ein großteil der themen drehen sich um sich selbst und wiederholen sich in unseren sätzen und wir haben ja nun mal nur ein paar wörter und nur ein paar gestiken und nur ein paar noten.
ein mädchen tanzt wild und ungestüm und ein bisschen taktlos und hingebungsvoll und ich betrachte sie mit freude über eine schamlosigkeit in gesellschaft von be und verurteilungen. augenpaare fahren von kopf bis fuß und schlagen dann kurz zu, wie zur urteilsverkündung, und schon ist man weiter gelaufen. einteilung in schichten und kategorien und stumpfsinnig nicht ausbrechen und keine grenzen übertreten. sauber halten und vor allem: untereinander. interessant auch, wie sich blicke ändern nach ein paar worten und das ja eigentlich sehr positiv als meinungsänderung beziehungsweise erweiterung. und im gleichen moment erstaunlich angesichts der vorgefertigtheit, die erst einer änderung bedarf.
es sind gute tage, in denen man kaum die eigene wohnung sieht oder sich zumindest nicht darin aufhält. legt sich nur schlafen und wacht mit dem wecker auf und ein lied ertönt mit dieser rauchigen stimme: well it's a pretty bad place outside this door. i could go out there but i don't see what for.
steh auf. schlag die zeitung auf. es passieren sachen. selbst olivenöl lässt sich schwer von der hand spülen.

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