27.05.2010

Learning to love you more. (11)







































See that little white spot there?
I don't remember where it came from.


Assignment #11
Photograph a scar and write about it.


Photo von: DocRock

Learning to love you more. (52)

Me: Hello?
Her: Hi, it's me.
Me: Hello you.
Her: What you're doing?
Me: Not much. Just listening to some records. Sitting in my chair.
Her: What you're listening to?
Me: I just put The Promise Ring on.
Her: Ah.
Me: ...
Her: Don't you just love this short drum thing right after the first verse of the first song of their first record?
Me: YES. I was just listening to that and smiling when your name appeared on my phone. It always gives me the creeps. ... In a good way though.
Her: I know what you mean. It's just the best second.
Me: Yeah. It carries so much in it. I'm always thinking about snow then.
Her: How come?
Me: ... Well ... I guess it's just a memory thing.
Her (short sound of smiling): ... Say: would you like some company?
Me: Mmmm. ... Well. Thanks, but...
Her (laughing): How about in an hour? When the record is over?
Me (laughing): You read my mind.
Her: Start that song again. See you in a bit. I'll bring some food and drinks.
Me (smiling): ...
Her (hanging up).


Assignment #52
Write the phone call you wish you could have.

26.05.2010

-/+

weil manchmal nichts übrig bleibt als das gefühl eines scheiterns und weil manchmal nichts gilt als das was zurückbleibt im kopf oder auf der netzhaut oder auf der haut (daran ändert auch dein sonnenbrand nichts und das gerede der anderen und das handeln der anderen und die meinung der anderen) und den brillengläsern mit den kratzern darauf
wir starren aber wir starren nicht wie gleichungen
zweimal negation wird keine position
jedes gefühl intensiviert in einer wunde aber: je mehr haut du von deinen fingern reißt desto weniger rillen bleiben dir zum fühlen

25.05.2010

MAY

For the following year I will be compiling nine songs every month and combine them with one selected movie in order to scatter certain quotes throughout the recording. This is meant to become a collection of twelve tapes (or whatever you kids call it these days) of twelve moods of twelve moments. Following no particular order or regulation.





















This is what happened in May.
 
Film: 
In Bruges

Songs:
Shellac. be prepared
Future of the Left. real men hunt in packs
Shooting at Unarmed Men. the greatest thing I never did
mclusky. no covers
Pulled Apart by Horses. the crap song
These Arms are Snakes. old paradise
Liars. loose nuts on the veladrome
Whirlwind Heat. silver
Death From Above 1979. do it

21.05.2010

Lomo.




sprühregen.

ich denke nach über punkte und striche und über kapital und das gegenteil und darüber, was man tut, wenn man es tun soll und muss und es erwartet wird. ich denke nach über reaktionen und aktionen und wie widersprüchlich alles wirkt und sich auswirkt und also wellen schlägt. trambahnstationen wie nach abrisskommandos. nur die trophäen unserer zeit stehen noch mehr oder weniger stolz zwischen den rotweißen bändern und dem feuchten teer und den möbelhausanzeigen. fast leere konzertsäle und lichteffekte und rauch und mischpulte mit menschen dahinter, die stören. gehen durch die reihen und prüfen und machen mundtot, weil sie sich nicht konzentrieren können. tshirtgrößen variieren und immer geld ausgeben überall. konsum gegen frust und schlechte laune und weil sich alles leer und regungslos anfühlt wollen wir uns was gutes tun und was fürs herz vielleicht. streifen im sprühregen durch straßen, halbwegs ansprechbar. mir werden menschen vorgstellt, die ich schon kenne und ein großteil der themen drehen sich um sich selbst und wiederholen sich in unseren sätzen und wir haben ja nun mal nur ein paar wörter und nur ein paar gestiken und nur ein paar noten.
ein mädchen tanzt wild und ungestüm und ein bisschen taktlos und hingebungsvoll und ich betrachte sie mit freude über eine schamlosigkeit in gesellschaft von be und verurteilungen. augenpaare fahren von kopf bis fuß und schlagen dann kurz zu, wie zur urteilsverkündung, und schon ist man weiter gelaufen. einteilung in schichten und kategorien und stumpfsinnig nicht ausbrechen und keine grenzen übertreten. sauber halten und vor allem: untereinander. interessant auch, wie sich blicke ändern nach ein paar worten und das ja eigentlich sehr positiv als meinungsänderung beziehungsweise erweiterung. und im gleichen moment erstaunlich angesichts der vorgefertigtheit, die erst einer änderung bedarf.
es sind gute tage, in denen man kaum die eigene wohnung sieht oder sich zumindest nicht darin aufhält. legt sich nur schlafen und wacht mit dem wecker auf und ein lied ertönt mit dieser rauchigen stimme: well it's a pretty bad place outside this door. i could go out there but i don't see what for.
steh auf. schlag die zeitung auf. es passieren sachen. selbst olivenöl lässt sich schwer von der hand spülen.

19.05.2010

spielen.

hör auf, dich zu verstecken.
bekenne farbe (oder keine), steh zu dir und deinen fehlern. ich weiß, du hast welche. du hast viele. wie wir alle. steh zu taten und worten und gefühlen und der vergangenheit und steh zu deiner zukunft und zu einer inkonstanten in deinem dasein. steh zu deiner suche und zu deinem durst und deinem hunger und steh zu deiner sehnsucht und deiner einsamkeit und zu deinen wünschen. steh zu deinen tränen und zu deiner wut und zu jeder verzweiflung und jeder sorge und not. steh zu deinem lächeln und zu deiner freude für dinge und zu deiner freude über menschen und steh zu veränderungen in dir und um dich. versteck dich nicht vor anderen und versteck dich nicht vor dir. und: stell dich.

12.05.2010

a sentence

we forget who we are by trying too hard to be.

10.05.2010

Wind und Wetter.

Mein Schädel brummt und ich muss eigentlich Photos machen von mir und meinem T-Shirt und bin aber nicht gewillt, die gegebenen Mittel zu nutzen und sitze stattdessen hier rum und lasse mir Koketterie vorwerfen, die ich nicht leugnen kann. Warte eigentlich nur auf Post, um die Augen zu schließen und die Geräuschkulisse in die Ecke zu schleudern. Gestern: die Alarmanlage eines Autos unten auf dem Parkplatz. Samstag ein (oder mehr) Bongospieler am Eck sitzend. Ansonsten Stimmen und Gespräche und Halsschmerzen. Eine laute Waschmaschine und überforderte Kellner und das Geräusch von brechendem Holz unter Füßen. Manchmal klingelt das Telefon und spielt ein Lied, dessen Interpret und Titel mir noch immer ein Rätsel sind. Menschen, die man kannte und nun nicht mehr (wirklich) kennt und manche lernt man kennen und weiß im nächsten Moment schon nicht mehr, ob man sie auf der Straße wiederkennen würde. Ich habe auch schon Bekannte getroffen, die nicht wussten, wer ich bin. Und wurde letzte Woche beim Aussteigen aus der Trambahn angelächelt und gegrüßt und kannte das Gesicht nicht und nahm den Kopfhörer nicht ab und ging weiter in meiner Ignoranz oder etwas wie Schamgefühl.
Ich sehe auf meine Schuhe herab und denke an Momente und fühle mich zurückgeblieben, weil ich glaube, was Menschen mir sagen, wenn sie es sagen. Oder das vielleicht nur krampfartig will, wenn Taten den Worten widersprechen und plötzlich sind mir die wenigen Menschen um mich so heilig, die nicht anders handeln als reden. Ein Verlustgefühl fährt mir durch die Lungen, weil ich Geburtstage vergesse und mich entferne. Aber nicht ob dessen, das verloren geht undoder gehen könnte, bin ich es doch, der verloren geht oder sich um die Ecke stiehlt und sich den Kindesängsten stellt: Versteckspielen und nicht gesucht werden. Wie lange schleppen wir so etwas wie Würde mit uns umher.
Wie lange können wir nicht ans Telefon gehen und uns Situationen nicht stellen. Wie lange können wir uns überhaupt Situationen stellen und deren Veränderungen und den Bewegungen und der Fluktuation in Gedanken und Worten und Taten und Freundschaften und Liebe und Kram. Ich stehe verloren neben jemandem anderen und sehe nach vorne und stecke meine Hand immer wieder in die Kisten mit den Folien und dem Geruch, der aber doch nie haften bleibt an mir. Mag auch das Tappgeräusch beim durch die Kanten streifen mit den Fingern: wie damals mit der Spielkarte in den Speichern des Fahrrades. Ich schürfe mir gerne ein klein wenig die Finger auf an rauhen Oberflächen und streiche über Holz und freue mich, ein bisschen Staub am Oberschenkel zu haben und vielleich ein wenig Blut an den Händen. Abends dann ist es schön, den Donner zu hören und dicke Tropfen, die auf meinem Balkon aufplatschen, und da liegt ja auch noch immer dieses goldene Band, von dem ich nicht weiß, wo es her kommt und wie es hierhin kommt, wie dickes und breites und sehr langes Lametta, einfach da plötzlich. Und dabei will ich Weihnachten so nicht mehr feiern.
Ich bin nur hier wegen der Post und der Sucht und einer Bodenlosigkeit. Festgefahren in Meinungen und Körpern und Äußerungen beziehungsweise Überzeugungen und dabei doch so schwankend. Als Ganzes. Ich vergesse Augenfarben im selben Moment, in dem ich sie sehe. Und rede mir dabei ein, wie sehr mich Augen faszinieren.

























Skies above are closed to me
Forgetting names when shaking hands
Friends and lovers I've left behind
I'm as apathetic as the wind

Ceremony

03.05.2010

akkustik.

wie mir die hautfetzen von den fingern hängen und die zehennägel immer wachsen und auf dem bett wieder nur falten in das laken geschlafen, die decke zurückgeschlagen und vor dem fenster ein paar regentropfen, aber nicht genug und nicht groß genug, um wellen zu schlagen bis an mein von meinen haaren gekitzeltes ohr, und seien es nur akkustische. faltige kerben auf der haut verteilt und adern am ganzen körper entlanggezogen, schmerzen an diversen gelenken und der schmutz unter den fingernägeln. an der weißen wand nur kleine streifen von zu viel oder zu wenig oder zu schlecht aufgetragener farbe und irgendwo ein stück entfernt hinter der couch ein fleck, der das orange durchkommen lässt, der vormieterin. wein weggewischt und dann in tränen aufgelöst über den teppich gestolpert und auf das schwarze laken gefallen, noch ohne falten zu der stunde. keine geräusche im raum und nur geräusche auf dem balkon beziehungsweise einige meter entfernt, aber: klar wie kloßbrühe.
und wir wachen vor dem wecker auf. egal, auf wann wir ihn stellen.

Playing part.

Sitting around barefoot on this rainy Sunday I was killing time by compiling a few songs together and then decided to name the result playing part. Today I came to consider this as quite pleasant for a rainy Monday morning:

NO AGE aim at the airport
LIARS no barrier fun
ELECTRIC PRESIDENT a thousand lines
PSAPP wet box
DAVID SHRIGLEY what I ate
JOHN YOKO the morning paper
LALI PUNA safe tomorrow
SANTOGOLD Anne
DAN LE SAC VS. SCROOBIUS PIP get better (The Errors Remix)
RADIO 4 our leaders run
THE FAINT phone call
THOM YORKE analyse
BECK orphans
DANGER MOUSE AND SPARKLEHORSE (FEAT. JAMES MERCER) insane lullaby
FRENCH TOAST what I see
INTERPOL Leif Erikson
THE BETA BAND pure for