16.04.2010

differenzierungsdefizite.

ihr brecht mir die finger. die so zittern den ganzen tag und gläser umwerfen und tassen. so sitze ich auf dem hocker und gucke einfach nur und tue nichts und kann mich nicht konzentrieren auf einen punkt. keine fixierung in den augen und kein fokus. ich weiß nicht: ist meine brille schmutzig oder ist da ein schleier vor meiner sicht und ich blättere durch die dünnen seiten vor mir und bekritzele die dicken seiten vor mir und habe bildschirme im kopf und also auf den schultern. ich habe mir schon einmal den finger gebrochen, mitten in der stadt, die es nicht gibt. (der gipshut war albern.)
das kribbeln hält nicht an in mir und die gespräche über werte und wertfreiheiten und wertvermittlung und die komplikationen der generationen und im umgang miteinander in vielleicht zu differenzierenden schichten von gesellschaften und leidensgenossen wandeln durch die gegend. da bröseln die differenzierungsdefizite dann durch meine wimpern und finger und fallen auf den boden wie kaffeetropfen neben den schuhen und ich mag einfach nicht oder: bin einfach nicht in der lage und alles sieht gleich aus hinter dem schleier, ob nun vor oder hinter der brille und wenigstens die eigene handschrift variiert noch von laune zu laune zu zustand zu umstand. von satz zu satz und dann ein absatz und eine seite leer und durchstreichen und ein bild malen und durschtreichen und durstreichen und duschteichen. die löcher in den ärmeln wachsen und an dem rücken und unter den achseln. wie die kleidung so auseinanderfällt über die jahre. so werden lieblingsstücke zu fetzen und das obwohl wir so richtig gar nicht mehr wachsen.

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