24.03.2010

21 March 2007

Die Stimmung lege ich über die Stuhllehne. Behutsam, weil ich sie nicht zerknittern will. Bügelfrei steht darauf. doch das Fernsehen sagt mir, dass man immer nachbügeln muss. Ohne Stimmung lege ich mich auf das Bett und wickle mich in die Decke ein. Kaffeegeruch kommt aus der Küche und schleicht sich in mein Zimmer. Ich schließe die Augen und schlafe ein. Weil ich einen Traum lebe. Den Traum, einfach schlafen zu können. Auf Knopfdruck.
Ich wache auf, als es dunkel ist und der Mond hinter den Wolken Verstecken spielt. Ich flüstere ihm zu: Ich gewinne, und setze meinen Hut und meine Brille auf. Dann laufe ich durch das Haus, hinunter in den Keller, um nachzusehen, warum er eigentlich da ist. Ich schließe das Holztor auf, das in der Miete mit inbegriffen ist und lehne mich an die Wand. Wenn mich morgen jemand fragt, was ich gemacht habe, sage ich: Meine Wohnung voll ausgelebt. Meine Handyrechnung kommt und schlägt mir ins Gesicht. Ich versuche nachzurechnen, was wer wann wieviel und beschließe, dass ich aufhören muss, solange die Kopfschmerzen noch leicht sind.
Die Schmerzen stecke ich meinen Rucksack und schnalle ihn mir auf den Rücken. Er wiegt nichts. Und mein Kopf ist leer. Mit dem Rucksack setze ich mich auf das Dach vor meinem Fenster und starre in die Sterne. Bis sie verschwimmen und mein Auge austricksen. Mir hat einmal jemand den großen Wagen gezeigt und ich habe nicht gleich verstanden, dass es der Einkaufswagen da oben ist. Ich dachte, er sei komplexer aufgebaut. In meiner Hosentasche finde ich mein Handy. Eine SMS mit einer Frage. Ich denke an die Blätter in dem weißen Umschlag von Vodafone, schalte es aus und stecke es wieder ein. Manchmal sind Dinge einfach so einfach, sage ich mir uns suche nach dem kleinen Wagen, den ich noch nie gefunden habe.

Kommentare: