12.08.2009

Im Halsumdrehen.

All das Auf und Ab und Rechts und Links und Hierhin und Dorthin und wieder zurück und mir wird doch so schnell schwindelig und schlecht sowieso. Ich glaube, es dreht mir den Hals um. Kann mich gar nicht umsehen so kurzfristig und Fuß fassen und Ruhe machen (wie Musik).
Weil ich mir auch wieder Dinge vornehme. Unvornehme Dinge, die allem widersprechen und ja nun plötzlich wieder Herausforderungen stellen an die eigenen Fähigkeiten und Gewohnheiten. Wörter und Sätze und Zeitdruck und gefallen soll es ja auch (zumindest beschäftigen). Um Anreize zu geben, muss man sie ja zunächst entwickeln und also reizend sein und sich Mühe geben. Aber mir fällt die Konzentration ja schon schwer genug und dann auch noch all die Menschen um mich und die Telefone und die Stimmen und alles wackelt.
Der Widerspruch in sich: Schreiben über Worte ohne sie zu benutzen. Wir spielen Scharade. Verwende es nicht und interpretiere nach eigenem Ermessen und nach eigenen Vorstellungen. Und schon kommen wieder Umstände ins Spiel und sowas muss ja funktionieren und sich anpassen und dies und jenes und oben und unten und schön die Mitte bewahren. Anstoßen ohne anzuecken. Transfervermögen und andere schwammige Begriffe machen mir das Geradeausgehen schwer. Da sind so viele Muster auf dem Boden und Linien und Schmutz.
Wie soll ich auch geradeaus denken, wenn die Welt sich dreht. Da muss einem ja schwindelig werden und da muss ja der Faden verloren gehen. Der hängt aus dem T-Shirt, das dennoch so neu riecht. Nach alten Zeiten und Menschen, denen man mal begegnet ist. Und mit etwas Glück nach jenen, die nicht zu fassen waren.

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