28.01.2009

09 March 2007

Am anderen Ende der Stadt steige ich aus der Straßenbahn aus. Ich benutze sie nie. Wusste nicht einmal, wie man zahlt und kam mir dumm vor, als ich auf den Blick oder eine Reaktion des Fahrers gewartet habe. Auf eine Hand, die er mir offen hinhält. Ich setzte mich schweigend. Ich las. Ich sah nicht, dass um mich herum Leute saßen, die ich schon einmal gesehen hatte. Sogenannte Freunde.
Freunde von Freunden. Von Bekannten. Ich kenne sie nicht, erinnere mich nicht einmal an Einzelheiten aus ihrem Gesicht, geschweigedenn ihrer Seele. Und dennoch sitzen sie immer wieder auf meinem Sofa und reden. Über irgendetwas. Bis ich schließlich gehe, mich in einen Sessel setze, die gelbe Lampe anknipse, und den Eiswürfel auf dem Regal, und nach draußen blicke. Draußen. In eine andere Welt. Es klopft an meiner Tür. Ein Mädchen tritt herein, zieht sich lange ihre Chucks aus und schenkt mir eine Postkarte. Sie setzt sich auf mein Bett, ich mache einen Scherz über das Kissen, an das sie sich lehnt. Sie lächelt, nimmt ein Buch aus ihrer Tasche, will mir vorlesen. Als ihr Handy klingelt. Ihr Freund. Will wissen, wo sie ist, warum sie nicht bei ihm ist, wer der ist, bei dem sie ist. Und ich überlege: Hätte ihr Handy eine Schnur, ich würde sie aus der Wand reißen. Hätte es eine Schnur, sie könnte bestimmt nur umständlich damit durch die Straßen rennen. Wenn ihr kalt ist und sie sich wohlfühlt, wenn sie lacht und noch einen Döner essen muss, bevor der Alkohol richtige Wirkung zeigt.
Wir sitzen in einem Club. Die Musik ist laut, es ist warm. Menschen lachen, hören auf, sobald sie jemanden ansehen, den sie nicht kennen. Jemanden wie mich. Ein Cocktail. Noch einer. Der ist nicht gut. Lieber ein Bier. Mir wird schlecht. Ich hätte einen Döner vorher essen sollen. Wie sie. Meine Wangen sind rot. Vom Alkohol, vom Lachen, vom Reden, der Hitze, der Klamotten, die ich nicht ausziehe, weil das graue Longsleeve nur Sinn macht, wenn das shwarze Sweatshirt darüber liegt. Ich werde rot, weil ich mich schäme, für Gedanken wie diesen. Aber rot bin ich ohnehin ja schon. Ich ziehe meine Kamera aus der Tasche und mache ein Photo. In schwarzweiß. Darauf zu sehen:
Ein Mädchen, das mir gegenüber sitzt. Sie lächelt, aber nur sehr leicht. Sehr sanft. Sie blickt an die Bar und hält ein halb leeres (volles) Glas Wasser in der Hand, stützt es ab, auf ihrem linken Oberschenkel, der über das rechte Knie geschlagen wurde. Sie macht den rechten Rand des Photos aus. Links hinter ihr: Eine Horde junger Menschen, tanzend. Ein weißes Hemd, sich schnell bewegend. Verschwommen. Schwarze Haare, durch den Raum wehend. Getränke, blitzende Gläser, eine Tür. Mit grünem Hintergrund und einem flüchtenden Mann darauf. Ich stecke die Kamera wieder ein und denke an Flucht.
Sie liest mir vor.
Eine Träne fällt auf den Boden und ich erschrecke. Feststellend, dass es eine von meinen gewesen sein muss.

Die schwarze Tinte in meinem schwarzen Füller ist leer. Ich habe keine Kassette mehr da, die ich überspielen kann. Die Kerze auf meiner Kommode brennt bis zum Docht ab und verglüht in dem türkisen Wachs. Mein Telefon hat keine Energie mehr und liegt ausgeschaltet in der Ecke. Und draußen gehen die Straßenlampen aus und keine Straßenbahn fährt mehr vorüber. Das Mädchen ist weg. Ich mache einen Scherz über das Kissen, an das ich mich lehne. Aber keiner lächelt.
Die Stimmen im anderen Raum kommen zur Ruhe. Die Musik wird leiser, die Haustür wird von außen geschlossen.
Ich schließe die Augen. Und merke: Irgendwann schläft jeder. Und jeder schläft für sich.

Wege.

Wände.

26.01.2009

amsterdam.

krumme häuser
lehnen sich über das wasser
und blicken in fenster
mit tischen und bieren
auf boten feste
feste feiern
lauter und schneller
passiert hier nichts
diese ruhe
gelassenheit an

allen ecken
fahrräder mit
mädchen in röcken
darauf und daran
durch die stadt zu fahren
scheinbar ohne ziel
nachbarschaftstreffen
weil hier jeder nachbar ist
stühle vor die türe
und beobachten

die menschen und
gesichter und beine
und hände
ineinander am wasser
fühlen sich an
wie einsamkeit
im herzen der
wunderschönen stadt
alle tun sie
kennen sich
treffen sich und lieben
sich
in diesem kopf
kein platz für mich

Wasser.



Streben.

Aufstehen und was tun. Sich die Zähne putzen und genug trinken den ganzen Tag. Zum Arzt gehen und regelmäßig Rechnungen bezahlen. Arbeiten, glücklich werden. Einkaufen und Wählen gehen. Sich rasieren und eincremen und die Haut nicht trocken werden lassen. Etwas essen und satt werden. Einen Partner finden, zufrieden sein und zusammenziehen und Bilder machen und im Portemonnaie tragen. Sich Geschenke machen. Sich lieben oder sich nicht lieben und nur zusammen leben. Trainieren und die Figur halten. Tun, was man für richtig hält. Abwiegen, was richtig ist und was falsch. Gut und schlecht. Durch die Straßen gehen und Orte wieder sehen. Orte kennen. Fenster putzen, im Sommer. Leere Flaschen aufräumen und auf den nächsten Rausch freuen, am Wochenende. Fleißig sein und sich nichts gefallen lassen. Meinungen bilden und verkünden. Laut sein und groß. Um gesehen zu werden. Jemand sein. Oder: Daran glauben.

24.01.2009

20 October 2008

Auf dem Tisch: Die Zeitung. Die deutsche. Aus dem Wort herausgeschnitten und ich kann nicht erkennen, ob ein Schmetterling drauf sitzt oder drauf gedruckt ist. Vierfarbendruck. Alles ist moeglich. Geruchsanzeigen. Wie riechen Schmetterlinge. Vielleicht sind sie wie Tofu. Der schmeckt genau wie das, in dem man in tunkt. Also riechen Schmetterlinge wie ihre Umgebung. Vielleicht wie eine Tanne (Weihnachten), Blaetter (Herbst), Teer (Sommer). Vielleicht wie Vanille oder Zimt oder Kaffee, den ich mit meinen Haenden umarme und mich zwischen all den Menschen auf der Strasse hindruch kaempfe, um irgendwo ein Ziel zu erreichen, dass ich mir von Schritt zu Schritt neu setze. So kommt man vorwaerts. Ich huepfe die Oxford Street rauf und runter, schlage Raeder und springe von links nach rechts. So erwischt mich keiner und ich keinen, mit meinen Gliedmassen, die ich wild durch die Luft schlaendern lasse. Massen. Nein. Massen. Mit scharfem S. Nicht moeglich.
Wie immer. Es ist nichts Neues. In schwarz eingehuellt habe ich genau drei Streifen an mir: Weiss (Schuhsohle), braun (Guertel) und grau (T-Shirt Rand) und streife durch die Strasse. Auf dem Weg zum Supermarkt sehe ich mich in einer Tuere gespiegelt, vergrabe das Gesicht bis zur Nase in meinem Sweater. Schwitzer. Der Wind umkreist mich, schiebt Blaetter von einer zur anderen Seite. Schiebt Menschen von einer zur anderen Seite und Autos. Und ich muss daran denken, herauszufinden: Bedeutet das, auch die Kupplung ist auf der anderen Seite. Und das Gas. Alles verdreht. Wie der Wind, der eine Tuere... Korrektur: Tuete kreisen laesst. Ich wollte sie aufnehmen, mit einer billigen kleinen Kamera in meinem Telephon. Wie skurill. Ich war zu langsam, ohnehin.
Ich druecke meinen Ruecken an die Wand neben meinem Bett und ziehe die Beine an, bis ich meine Knie umarmen kann. Hinter mir die zusammengedrueckte Bettdecke, die meinen Hintern umwickelt. Links von mir das kleine klappernde Fenster. Der Wind versucht, herein zu kommen, will meine Jacke wehen lassen. Kann aber nicht. Das Glas haelt ihn zwar draussen, laesst aber seine Kollegin rein: Die Kaelte. Die klopft nicht einmal an. Steht da und macht sich breit, als sei das Zimmer ihres. Aufdringlich. Als wuerde sie rauchen, direkt unter einem Rauchverbotsschild stehend. Ich ziehe mir mehr an und eine Muetze ueber die kurzen Haare. Dann greife ich nach dem Buch. Heute: deutsch. Ein Heimatsgefuehl.

ich wuerde gerne alles sein lassen fuer einen moment alle satzzeichen und grammatikregeln gross und kleinschreibung und einfach nicht darauf achten was andere tun oder sagen oder denken oder fuer richtig erachten neu schaffen und neue sachen machen zum beispiel abkuerzen und den satz an einer stelle anfangen an der er eigentlich aufhoeren muesste oder ihn nie aufhoeren lassen oder nie beginnen ich bin nicht der erste der das tut und darum geht es nicht das hat mein vater nie verstanden dass es darum nicht geht dass man auch wege gehen kann die schon einmal gelaufen wurden dass man tun und lassen kann was man moechte weil wir alle egoisten sind und es nur darum geht etwas zu fuehlen zu sein und zu tun manch einer schneidet an sich herum um etwas zu fuehlen weil man sein kann was man will man bleibt immer mensch und wird immer schmerz spueren und niemals darueber stehen koennen so sehr man es will aber schmerz nein schmerz ist nicht alles
Schmerz. Herz. Komm, wir schreiben Worte neu: Hertz. Schmaertz. Hartz. Vier.

Aber du musst doch sagen, was du denkst. Du musst dich doch ausdruecken und mitteilen und unter Menschen gehen und hoeflich sein und Konversation fuehren. Konversieren. Muss ich das. Bin ich ein Depp. Der nur denkt, wenn er spricht. Bin ich ein Pickel, mit weissem (weisen) Eiter, der aus dem Gesicht haengt. Bin ich eine Nachricht. Bin ich Exhibitionist und muss unter Menschen und brauche Aufmerksamkeit. Bin ich konvers. Bin ich Thema. Bin ich Gespraech.
Bin ich irgend etwas. Ausser ich.
Da stehen sie wieder und bilden Meinungen mit kleinen Steinen. Lego. Lego Technik. Eher Playmobil. Weniger anspruchsvoll. Mehr anspruchslos. Bauen kleine Haeuser und Tuerme und ernennen Menschen als Koenig und als Knecht und als Fahrer und als Gast. Und fahren und reiten und reden im Ton derer, die sie spielen. Kleine Welten: Unsere Welt. Ich hoerte von einem Kind mit offenen Haenden, bei ihrer Mutter. Sagt: Schau, was ich habe. Mutter: Was ist es. Kind: Ein kleiner Tiger. Die Hand: leer. Die Mutter: Der ist aber schoen. Wo ist der grosse. Kind: Da hinten. Mutter: Ah, jetzt sehe ich ihn. Unter dem Tisch.
Gebt den Kindern ihre Phantasie. Nehmt ihnen die Burgen und Festungen und Haeuser und Autos aus Plastik, die sie irgendwann aus Wut auf den Vater undoder die Mutter gegen Waende werfen. Oder gegeneinander. Nehmt ihnen Vorbilder und Nachbilder. Gebt ihnen eine Kiste und sie koennen sich beschaeftigen. Stunden und Tage. Und denken sich aus, wo sie sind, was sie sind und wie was aussieht. Wie man Woerter schreibt und wie man sie ausspricht.
Kind: Ist mir doch schnuppe, ob es das gibt. Ich schabernacke durch die Kacke und mensche mir Menschen im Kopf zurecht. Ich denke Leben bevor ich alt genug bin es zu leben. Vater: Das ist aber kein Verb, Kind. Kind: Was. Vater: Fast alles. Alles falsch. Kind: (weint).

Ich kann zaubern. Ich habe was hinterm Ohr versteckt. Da schau: Eine Welt. Ich ziehe sie hervor und lege sie auf den Tisch. Neben die Zeitung. Und da steige ich rein. Warte ein paar Tage. Vielleicht spiele ich ein Spiel. Vermisst Mich Irgendeiner Irgendwann. Ein paar Tage noch. Dann geht mir entweder die Luft aus. Oder ich komme wo an.

Lichter.

Tage brechen wie Kekse und Krümel fallen auf die Brust und bleiben liegen. Sie brechen wie Wolken, die einen Sonnenstrahl schicken, den du aussperrst, weil er dich blendet bei der Arbeit. Oder der Freizeit oder sonst was. Sie brechen wie Knochen und Arme und Stuhlbeine und ja, Schuhsohlen. So was kommt vor. Tage brechen wie Licht: Einfach so.

22.01.2009

Zeitung lesen.

Er: (sieht hinein).
Sie: (arbeitet).
Er: Ich gehe hinein und trinke einen Kaffee. Ich habe eine Zeitung dabei. Ich bin beschäftigt. Ich könnte mich an die Bar setzen, ihr gegenüber. Sie ist hübsch. Vielleicht kommen wir ins Gespräch, wenn ich mich an die Bar setze, etwas bestelle, einen Kaffee, einen großen Kaffee mit viel Zucker und Milch, und wir kommen ins Gespräch. Sie fragt mich, was ich lese und ich sage: Zeitung. Sie fragt: Welchen Teil. Und ich sage es ihr und wir sprechen über Bücher und Autoren und Lesungen und die Wahlen und das Konjunkturpaket. Vielleicht fragt sie mich, wie ich heiße und ich sage es ihr. Und mache einen guten Witz. Und bringe sie zum Lachen. Wie heißt sie. Trägt sie ein Namensschild. Nur eine Schürze und eine Jeans und ein schwarzes Shirt. Kein Namensschild. Ich werde es herausfinden. Ich gehe hinein und trinke einen Kaffee. An der Bar.
Sie: (arbeitet, wischt mit einem nassen Tuch über den Tresen, sieht kurz auf, als die Türe aufgeht und jemand eintritt. Grüßt freundlich).
Er: Sie ist freundlich. Sie ist nett und sieht nett aus und lächelt nett. Nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Finde ich nicht. Nein. Nett ist nett und gut und schön und attraktiv. An der Bar ist ein Platz frei, direkt vor ihr. Ich setze mich und packe meine Zeitung aus. Was wohl auf der Titelseite ist. Ich bin froh, dass ich sie nicht angesehen habe, nachdem ich sie aus dem Briefkasten zog und bevor ich sie faltete und in die Tasche steckte. Eine Überraschung. Ich werde mich selbst überraschen mit meiner eigenen Zeitung. Aber was werden die Leute denken. Es sind nicht viele da. Aber genug. Was wird sie denken. Dass ich sie anmachen will. Belästigen. Warum sollte ich mich sonst auf den Hocker ohne Lehne setzen und nicht auf einen Sessel oder Stuhl an einem Tisch. Mit Lehne. Viel bequemer. Sie wird sich bedrängt fühlen.
Sie: (serviert einem Gast ein Glas Saft).
Er: Die Ecke ist nicht so gemütlich wie sie aussah. Ich schlage meine Beine übereinander. Aber es ist unbequem. Ich weiß nicht wohin mit den Beinen.
Sie: (kommt).
Er: (bestellt Kaffee). Die Zeitung ist zu groß. Ich habe kein Buch dabei. Mann, Regel nicht befolgt: Geh nie ohne Buch aus dem Haus. Sie hat gelächelt, als sie mich fragte, was ich möchte. Ich habe undeutlich gesprochen. Wahrscheinlich sieht sie mich gar nicht. Nur einen Gast.
Sie: (serviert den Kaffee, lächelt, sagt: Bitte.).
Er: (sagt: Dank dir.). Ich lese den Politikteil. Weil er am Anfang ist. Ich fange die Zeitung am Anfang an. Der Kaffee ist zu heiß. Aber doch: Hierher kann ich öfter kommen. Es ist ruhig. Leise Hintergrundmusik, kaum Gäste. Und keine lauten. Ich möchte mit ihr reden. Wenn ich ausgetrunken habe und zahle, spreche ich sie an. Frage sie: Wie heißt du. Frage: Wie ist es, hier zu arbeiten. Frage sie, ob sie hier hauptberuflich arbeite. Mir fallen keine Fragen ein. Ich bin spontan. Irgendetwas. Wie in einem Film. Das Gespräch entsteht durch ein Lächeln. Wir lächeln und die Zähne zeigen sich langsam, bis wir schmunzeln und schließlich lachen und einer das Eis brechen wird. Hoffentlich ist das sie. Hoffentlich ist sie so. So ein Mensch. Und wir verabreden uns und treffen uns und trinken was und quatschen und tauschen Nummern aus und telefonieren lang und gehen spazieren und schlafen nebeneinander im Kino ein und auf dem Sofa und im Bett und trinken guten Kaffee am Morgen und lesen zusammen Zeitung und unterhalten uns über das jeweils vom anderen gelesene und halten die Hände beim Abschiedskuss und lassen sie nicht los, bis die Türe zugehen muss und wir loslassen müssen. Wie in einem Film. Oder einem bunten Photo in einem dieser teuren Magazine. Es ist ein wunderschönes Photo. Den Politikteil lese ich morgen noch einmal.
Sie: (räumt seine leere Tasse ab).
Er: (zahlt, gibt wenig Trinkgeld. Die Summe ist unpassend für mehr).
Sie: (gibt Wechselgeld, lächelt, wünscht ihm einen schönen Tag. Sagt: Bis bald).
Er: (sagt: Dir auch. Bis bald.). Bis bald. Schön hier.

Schubladen.

Kaffee trinken.
Menschen ansehen.
Meinung bilden.

21.01.2009

erbsen und buchstabensuppe.

ich esse buchstabensuppe
setze sätze zusammen
mache punkte und doppelpunkte
mit backerbsen
sachen, die wie andere aussehen
sind schnell zu gebrauchen
bald knirschen sie nicht mehr
und zerlaufen
manchmal knacken dinge nur
wenn man es will
das auge sucht eben doch
mit aus
ob speisen oder menschen
hängt ab vom appetit
und davon, was mehr schmerzt
die lüge oder ein wahres wort

20.01.2009

erwachsensten.

ich gieße meinen kleiderschrank
lebendiges material
wind intakt am vorhang
alles bewegt sich
und ich wachse in jeans
wasche das wachs bei 60°
aus alten fasern
porös, der boden schürft
die sohlen auf
leeren magen treffen
sich freunde
auf ein wort:

sichtlich erwachsen ist
nur das regal
mit den großen namen
und taten

es nach.